Zehn Jahre. Für ein Softwareunternehmen ist das kein schlechtes Alter – erst recht nicht, wenn man bedenkt, womit alles begann: einer guten Idee, drei Leuten mit viel Tatendrang und dem festen Willen, einfach anzufangen. Anlässlich unseres Jubiläums haben wir uns mit unserem Mitgründer zusammengesetzt und ihm als längstem Mitarbeiter ein paar Fragen gestellt.
Drei Kreise, die sich überlappen
Wer Synabi heute kennt, sieht ein strukturiertes Unternehmen mit einem ausgereiften Produkt, einem eingespielten Team und Kunden, die seit Jahren dabei sind. Wer damals dabei war, erinnert sich an etwas ganz anderes, und das mit einem Lächeln.
Am Anfang standen drei Generalisten, die sich in einer Sache einig waren: Software. Alles andere wurde irgendwie mitgemacht. Visitenkarten gestalten, Roll-Ups layouten, Präsentationen bauen – was anfiel, wurde erledigt. Jeder hatte seinen Bereich, seine Stärken, seinen „Kreis”, wobei sich alle drei in der Mitte überlappten.
Was würde dein damaliges Ich am meisten überraschen, wenn es Synabi heute sehen könnte?
”Was mich am meisten überrascht, ist alles, was rund um ein Softwareprodukt passieren muss und was man dafür zusätzlich noch braucht. Präsentieren, verkaufen, warten, releasen, beraten, schulen, dokumentieren. Der Nachbar denkt: ›Du machst Softwareentwicklung‹ und stellt sich vor, wie du irgendwo in die Tasten greifst und programmierst. Aber was wirklich alles dazugehört, hat am Anfang schlicht noch nicht existiert.
Hosting, Schulungen, Dokumentation – all das kam nach und nach dazu, Bedarf für Bedarf, Jahr für Jahr. Aus drei Generalisten, die noch selbst die Visitenkarten ausgestanzt haben, wurde ein Team aus Spezialistinnen und Spezialisten, das heute genau weiß, wer was am besten kann.
Der Moment, in dem es klick gemacht hat
Wann wird aus einer Idee ein Unternehmen? Bei Synabi war die Antwort klar: mit den ersten beiden gewonnenen Kunden. Zwei frühe Projekte, die zeigten, dass es möglich ist, diese Software erfolgreich einzuführen und dass es dafür Kunden gibt, die die Software tatsächlich einsetzen wollen und bereit sind, dafür zu bezahlen.
Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast: Aus dieser Idee wird ein echtes Unternehmen?
”Was mich am meisten überrascht, ist alles, was rund um ein Softwareprodukt passieren muss und was man dafür zusätzlich noch braucht. Präsentieren, verkaufen, warten, releasen, beraten, schulen, dokumentieren. Der Nachbar denkt: ›Du machst Softwareentwicklung‹ und stellt sich vor, wie du irgendwo in die Tasten greifst und programmierst. Aber was wirklich alles dazugehört, hat am Anfang schlicht noch nicht existiert.
Beide frühen Kunden sind übrigens noch bis heute dabei. Eine Tatsache, die mehr über Vertrauen und Qualität aussagt als jede Hochglanzbroschüre es könnte.
Von dort ging es Schritt für Schritt weiter. Mit dem Gewinn der Deutschen Bahn-Ausschreibung kam ein neues Kapitel: Ein Konzern mit vielen anderen Anforderungen als das, was Synabi bis dahin kannte. Die Bahn hat gefordert und gefördert und war damit ebenfalls ein wichtiger Teil einer langen Reise, die Synabi zu dem gemacht hat, was es heute ist.
Zwei Wochen, die sich wie ein Marathon anfühlten
Wenn es einen Meilenstein gibt, der intern bis heute als besonders aufregend gilt, dann ist es der Proof of Concept bei der KfW. Zwei intensive Wochen, an denen das Team jeden Morgen mit einer neuen Anforderungsliste startete und jeden Abend zählte, wie viele grüne Häkchen erzielt wurden.
Welcher Meilenstein war intern am aufregendsten?
”Du willst diesen Kunden unbedingt haben und weißt gleichzeitig, dass du es nicht "verkacken" darfst. Jeder Tag endete damit: Wir haben heute zwei grüne Haken geholt – oder einen. Über zwei Wochen war das schon ziemlich anstrengend.
Dass solche Phasen nicht nur erfolgreiche Projekte, sondern auch gute Geschichten hervorbringen, zeigte sich in genau diesen zwei Wochen, als eine großzügig mit scharfer Soße übergossene Pizza ungewollt zur Firmenlegende wurde. Beide Beteiligten schwiegen tapfer – bis der Schweiß auf der Stirn des Kollegen verriet, dass keiner mehr wirklich Freude an seinem Teller hatte. Die Pizza wurde neu bestellt und sogar kostenlos neu gebracht. Die Geschichte wird bis heute auf Wunsch gerne erzählt.
Was geblieben ist
Zehn Jahre, ein gewachsenes Team, neue Kunden, neue Partner. Trotzdem gibt es Dinge, die bei Synabi konstant geblieben sind.
Da ist zum einen die enge Verbindung zu den Kunden. Synabi ist kein Massenmarkt-Softwareanbieter, sondern bewusst in einer Nische unterwegs – hauptsächlich im DACH-Raum. Einführungsprojekte, laufende Begleitung, teilweise sogar Hosting: Die Nähe zum Kunden ist keine Marketingformel, sondern gelebte Haltung. Ob im direkten Kundengespräch oder bei gemeinsamen Workshops wie dem, den wir zu Beginn des Jahres in Frankfurt veranstaltet haben – Synabi hört zu, denkt mit und setzt um.
Mit dem Wachstum ist noch etwas dazugekommen: das Vertrauen von Beratungspartnern, die Synabi heute bei Ausschreibungen und Implementierungen begleiten. Ein Zeichen dafür, dass aus der kleinen Nischenfirma von damals ein verlässlicher Player geworden ist.
Da ist zum anderen der Konfigurator. Ein Tool, das unser Mitgründer kurz vor Weihnachten selbst programmiert hat, weil die Entwicklung keine Kapazität hatte und er die Herausforderung schlicht annehmen wollte.
”„Das Schönste war, als ich bei einer Präsentation bei einer Bank zeigen konnte: Unser Metamodell ist mega dynamisch. Ich gehe hier hin, ändere ›Vorname‹ in ›Nachname‹, drücke OK, lade die Seite neu – und das Ding ist umbenannt. Da ging ein Raunen durch die Menge."
Heute, fast ein Jahrzehnt später, existiert der Konfigurator noch immer. Nicht mehr in der ursprünglichen Form, aber mit dem gleichen Grundkonzept. „Alle schimpfen über ihn”, sagt er grinsend, „aber noch keiner hat eine Idee präsentiert, wie er die Features, die das Ding hat, heute umsetzen würde.”
Manche Dinge haben eben einfach Bestand.
Das sagen unsere Kunden
Zum Jubiläum haben uns einige unserer Kunden ein paar Worte mitgegeben – worüber wir uns sehr freuen.
”Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Synabi und D-QUANTUM zusammen, weil die Lösung unsere Anforderungen unterstützt. Besonders schätzen wir die Kombination aus einer leistungsfähigen, anpassbaren Plattform und der engen, lösungsorientierten Zusammenarbeit mit dem Synabi-Team. Synabi verbindet ein tiefes Verständnis für die fachlichen Anforderungen des Datenmanagements mit hoher technischer Kompetenz und Kundennähe. Dadurch entsteht eine Lösung, die sich im Arbeitsalltag bewährt und flexibel an individuelle Anforderungen anpassen lässt.
Deutsche Pfandbriefbank (PBB)
”10 Jahre Synabi – dazu herzliche Gratulation! Mit seiner hohen Konfigurierbarkeit unterstützt D-QUANTUM bei uns seit vielen Jahren eine über alle fachlichen und technischen Aspekte integrierte und unternehmensspezifisch definierte Data Governance. Die Zusammenarbeit mit dem Synabi-Team ist eng und direkt – wir freuen uns auf die nächsten 10 Jahre. Aber erst einmal: Feiert schön!
Head of CDO Office eines großen Finanzinstituts
Und dann war da noch das Ü
Wer glaubt, Softwareentwicklung sei ein ruhiges Handwerk, hat noch nie nachts um drei einen neuen Suchalgorithmus gebaut und ihn am nächsten Morgen um neun live beim Kunden demonstriert.
Der Algorithmus war frisch, die Präsentation lief – und dann tippte jemand aus dem Kundenteam ganz selbstverständlich ein „Ü” in das neue Suchfeld und drückte Enter. Was folgte, war kein Suchergebnis, sondern ein “Internal Server Error”. Ob die nagelneue Suche mit deutschen Umlauten umgehen konnte, hatte in der Nacht zuvor schlicht niemand ausprobiert.
Unser Mitgründer rief kurz darauf – vor dem Kundengebäude im Regen stehend – seinen Entwicklerkollegen an und erklärte, dass Umlaute ab sofort auch funktionieren müssten. Die Reaktion am anderen Ende der Leitung war zunächst durchaus nachvollziehbar: „Wieso? Man kann doch auch ›ue‹ eintippen.” Beim Kunden fand dieses Argument erwartungsgemäß wenig Anklang.
Der Bug wurde behoben. Die Geschichte blieb. Und seitdem gilt bei Synabi eine einfache Regel: Immer auch das Ü testen.
Zwei Stimmen zum Jubiläum
”Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch! Zehn Jahre Synabi sind wirklich ein Meilenstein – wir können alle stolz auf das sein, was wir gemeinsam aufgebaut haben. Aus einer guten Idee ist eine tolle Lösung entstanden, die Unternehmen dabei hilft, ihre Daten besser zu verstehen, zu ordnen und sinnvoll zu nutzen.
Besonders freut mich, dass wir diesen Weg auch weiterhin gemeinsam mit b.telligent gehen. Gerade die Fortsetzung des D-QUANTUM-Projekts bei der Deutschen Bahn zeigt, dass sich unsere Technologie im Alltag bewährt und die Kunden auf uns und diese Lösung vertrauen – besonders, wenn sich durch den KI-Einsatz immer neue Anforderungen ergeben.
Synabi verbindet technisches Know-how mit einem guten Gespür für die Praxis. D-QUANTUM soll Daten nicht nur erfassen, sondern verständlich und nutzbar machen: Was bedeuten die Daten? Wer ist verantwortlich? Wie lassen sie sich zuverlässig einsetzen? Wenn ein Datenkatalog diese Fragen im Arbeitsalltag beantwortet, schafft er echten Mehrwert.
Was Synabi für mich darüber hinaus besonders macht, ist das Team. Dahinter stehen Menschen mit ganz viel Fachwissen, Neugier und dem Anspruch, Dinge wirklich gut zu machen. Ich finde es großartig, was ihr in den vergangenen zehn Jahren aufgebaut habt – und wünsche euch für die Zukunft weiterhin viel Freude, Mut und Erfolg.
Sebastian AmtageGeschäftsführer Synabi Business Solutions GmbH
Auch unser CEO Martin Kahl hat uns zum Jubiläum ein paar Fragen beantwortet. Er ist seit zwei Jahren dabei und blickt mit frischen Augen auf Synabi – und nach vorne.
Du bist seit fast zwei Jahren dabei – was hat dich am meisten überrascht, als du das Unternehmen kennengelernt hast?
”Mich hat überrascht, wie gut bei Synabi die fast vollständig remote organisierte Zusammenarbeit tatsächlich funktioniert – das ist keineswegs selbstverständlich und setzt großes Vertrauen ins Team voraus. Auch meine persönliche Einarbeitung und das gegenseitige Kennenlernen verliefen trotz der räumlichen Distanz erstaunlich schnell und reibungslos. Gleichzeitig habe ich eine bemerkenswert kollegiale und freundliche Atmosphäre erlebt, in der Konflikte und kritisches Feedback manchmal unter dem Radar blieben.
Was nimmst du aus den ersten zehn Jahren mit als Fundament für die nächsten?
”Ein zentrales Fundament aus den vergangenen zehn Jahren sind für mich unsere loyalen Kunden. Sie geben uns wertvolles, ehrliches Feedback und gestalten die Weiterentwicklung von D-QUANTUM aktiv mit – das macht den Unterschied aus. Darüber hinaus ist es unser hochmotiviertes Team – ohne diesen Einsatz, die Energie und die Leidenschaft jedes und jeder Einzelnen wären wir heute nicht da, wo wir stehen. Und nicht zuletzt die Synabi-Kultur, geprägt von Offenheit, Miteinander und einem echten Wir-Gefühl. Sie bildet das stabile Fundament, auf dem wir jetzt weiter aufbauen – neugierig, lernbereit und voller Tatendrang für die nächsten zehn Jahre.
Was soll in zehn Jahren auf unserer Historypage stehen?
”In zehn Jahren soll auf dieser Seite stehen, dass Synabi sich als international führender Player im Datenmanagement etabliert hat – auch über den DACH-Raum hinaus. Besonders der KI-Boom hat uns dabei neue Chancen eröffnet: Mit innovativen Lösungen rund um KI-Governance und KI-Kontext-Provisioning konnten wir eine Vorreiterrolle einnehmen und so auch Kunden aus ganz neuen Branchen für uns gewinnen.
Ein besonderes Anliegen ist mir, dass D-QUANTUM zu einem wesentlichen Teil eines größeren KI-Ökosystems geworden ist – mit starken Partnerschaften auf Tech- und Beratungsseite, die echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Außerdem wünsche ich mir, dass unsere Bekanntheit im Markt so stark gewachsen ist, dass wir bei neuen Ausschreibungen und Projekten selbstverständlich eingeladen werden.
Nicht zuletzt träume ich davon, dass wir stolz auf ein größeres Team blicken – eines, das smarte KI-Tools nutzt, nicht nur um produktiver zu arbeiten, sondern auch um gemeinsam mehr Spaß an den täglichen Aufgaben zu haben. Dass unsere Unternehmenskultur dabei Maßstäbe setzt und wir als Arbeitgeber mit den zufriedensten Mitarbeitenden gelten, wäre für mich das schönste Kapitel dieser Erfolgsgeschichte.
Martin KahlCEO Synabi Business Solutions GmbH
Was Synabi ausmacht – wenn man es auf den Punkt bringen müsste
Wenn jemand nach diesem Gespräch nur eine Sache über Synabi mitnehmen soll – welche wäre dir besonders wichtig?
”Die Mischung aus Software- und Consulting-Unternehmen unter einem Dach. Das Consulting bringt immer frischen Input rein. Und die Leute sind grundsätzlich alle nett – es ist eine Firma, wo du auch wegen der Kollegen gerne arbeitest. Jeder kann sich einbringen, wenn er eine gute Idee hat.
Zehn Jahre Synabi. Angefangen mit drei Leuten, einer Idee und einer Menge Häkchen, die es zu setzen galt – grüne, versteht sich. Auf die nächsten zehn.
Ein herzliches Dankeschön, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns in Erinnerungen zu schwelgen – so offen, ehrlich und unterhaltsam wie eh und je. Es war uns eine Freude!
Unser Dank gilt ebenso unserem Geschäftsführer, unserem CEO sowie unseren Kunden für ihre Worte zum Jubiläum.


