Für die Berlin Hyp AG ist „Data Governance“ kein Fremdwort, sondern gelebte Kultur.
Vier Jahre ist es nun her, dass die Tochter der LBBW eine umfassende Datenstrategie mit D-QUANTUM implementiert hat. Seither wird der gesamte Lebenszyklus der Daten – von der Entstehung bis zur Nutzung – durch ein ganzheitliches Datenmanagement begleitet.
Zu Beginn wirkte das Vorhaben wie ein anspruchsvoller Aufstieg: Julia Kämner von der Berlin Hyp AG wusste, dass Veränderungen Zeit brauchen und dass es Ausdauer und ein schrittweises Vorgehen braucht, um etablierte Strukturen aufzubrechen und ein gemeinsames Datenbewusstsein zu schaffen. Sie begann mit überschaubaren Projekten die Fachbereiche an die Hand zu nehmen, gemeinsam bankweite Standards zu entwickeln und anhand von konkreten Beispielen weitere Verbündete ins Boot zu holen.
Umgekehrt galt es als Ansprechpartnerin für das Datenmanagement zuzuhören, bei der Aufnahme neuer Begrifflichkeiten und Kennzahlen in D-QUANTUM zu unterstützen und sich für die zunächst entstehenden Aufwände einzusetzen, um letztendlich von den resultierenden Mehrwerten profitieren zu können. Insbesondere der Ablösung von umfangreichen Fachkonzepten durch die zentrale Aufnahme von Informationen in D-QUANTUM, stimmten viele Mitarbeitende gerne zu. Die intuitive Bedienung des Tools sowie umfassende Visualisierungen schafften Verständnis, Vertrauen und Akzeptanz im Umgang mit den Daten.
Dabei hat Julia Kämner nicht nur einmal das Datenhaus und die zugehörigen Prozesse als Fundament der Wertschöpfung des modernsten Immobilienfinanzierers erläutert. Zu einer lebendigen Datenkultur gehört, dass Data Governance in jedem Projekt mitgedacht werden muss, unabhängig davon, ob ein Projekt bereits im Gange ist oder sich noch im Aufbau befindet. Verbindliche Vereinbarungen und klare Verantwortlichkeiten bieten die Basis für verlässliche Daten, die für alle jederzeit auf einer Plattform zugänglich sind.
Aus einer aufsichtsrechtlichen Motivation wurde somit mehr als nur die Erfüllung von Richtlinien. Kombinierte Lineages, welche Datenflüsse und Datenverbindungen transparent und nachvollziehbar machen, bieten heute eine Gesprächsgrundlage für eine effizientere, unternehmensweite Kommunikation, die neben den üblichen Abstimmungen zwischen fachlich und technisch orientierten, internen Abteilungen auch über die Grenzen der Berlin Hyp AG hinaus bis in die LBBW Bestand hat.
“Was mit einer aufsichtsrechtlichen Anforderung begann, hat eine datengetriebene Zusammenarbeit geschaffen, die heute in der gesamten Organisation – und darüber hinaus – spürbar ist.”
Julia KämnerData Governance Officer bei der Berlin Hyp AG
